Gärtner-Wanas Selbstversorgung leicht gemacht
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Der Boden - unsere Grundlage - unser Leben !!

 

Leider oft wenig beachtet, dennoch als Ressource und Lebensgrundlage für uns so enorm wichtig......der Boden.

Ein seit vielen Millionen Jahren hochkomplexes und dennoch einfach funktionierendes Ökosystem. Ein artenreiches, leider noch weitgehend unerforschtes Medium welches Grundlage allen Lebens auf der Landoberfläche unseres Planeten ist.

 

Wow, das klingt ja mal toll. Ist das aber wirklich so? Oder haben Sie es hier nur mit einem "Bodenfanatiker" zu tun.

 

Rund 90% aller Nahrungsmittel für Mensch und Tier haben ihren Ursprung im Boden!

Ebenso beziehen wir fast ebenso 90% unseres Trinkwassers aus dem gesunden Boden, denn dieser hat die Aufgabe Niederschlagswässer zu reinigen, zu filtern und zu speichern....wohlgemerkt kann das nur ein gesunder, also intakter Boden.

 

Also wir sehen, Boden ist doch für alle Landbewohner überlebenswichtig, also achten wir ihn, pflegen wir ihn und treten ihn nicht, im wahrsten Sinn des Wortes, mit Füßen.

 

Was bedeutet nun aber "Bodenpflege"??

 

Pflügen, fräsen und mit Mineralstoffdüngern versorgen?

NEIN, genau das ist schlecht für den Boden und den darin lebenden Organismen!!

Aber um das Wesen und die Funktion des Ökosystemes Boden zu verstehen braucht man nur in der Natur Ausschau halten. Was passiert dort mit Boden?

 

Boden in der Natur ist niemals unbedeckt!!  Entweder ist er bewachsen oder mit toter organischer Substanz bedeckt.  Überlassen sie einmal ein Stückchen Boden sich selbst. In kurzer Zeit werden Pflanzen wachsen, nach längerer Zeit Sträucher und nach noch längerer Zeit vielleicht auch Bäume. "Verwildern" nennen wir das dann oft. Aber das ist eine naturgegebene Sache. Natur kennt keinen nackten Boden. 

Natur kennt auch keine Bodenbearbeitung, das Wenden, auch pflügen genannt, ebenso das Fräsen von Boden zerstört mehr an Bodenstruktur und Bodenaufbau als es Nutzen bringt.

 

Und dieses naturgegebne System an Bodenaufbau und Bodenerhalt funktioniert schon seit vielen Millionen Jahren. Na, dann kann das doch wohl nicht so schlecht sein. Nutzen wir diesen Erfahrungsschatz der Natur und machen wir es genauso in unserem Gemüsegarten.

 

Sie werden sehen, es funktioniert und sie ersparen sich eine Menge an Arbeit und Kreuzschmerzen. (damit meine ich das mühsame und eigentlich unnötige Umstechen mit dem Spaten)

 

Soweit zur, zugegeben vereinfacht dargesetellten, Theorie.

Was aber tun in der Praxis, im eigenen Garten zu Hause. Wo doch schon Opa und Oma mühsam umgegraben haben, und dann kommt einer daher und meint, dass das umsonst gewesen wäre, ja sogar kontraproduktiv für das Ökosystem Boden.

 

Sehen wir uns mal die nachfolgenden Bilder an, so arbeiten wir schon seit vielen Jahren, ohne Bodenbearbeitung, ohne Mineralstoffdünger:

 

 

 

 

 

Hier sehen wir Salatpflanzen, dazwischen haben wir Grasmulch aufgebracht.

Dieser dient um Boden zu beschatten, um ihn vor direktem Niederschlag zu schützen, den Unkrautbewuchs zu vermindern und vor Allem um das Bodenleben zu ernähren. Und das ist eigentlich der wichtigste Punkt. Unsere Freunde und Mitarbeiter, das Bodenleben, braucht Futter, und das regelmäßig!! Denn durch das "Fressen" und Ausscheiden von organischer Substanz entstehen permanent Nährstoffe welche für die Pflanzen aufnehmbar werden. Gleichzeitig lockert das Bodenleben unseren Boden, schafft stabile Strukturen und somit den idealen Standort für unsere Pflanzen.  

Beetvorbereitung für den Winter: Nach der Ernte, in diesem Fall waren es Buschbohnen, häckselten wir die Pflanzen mit einem normalen Rasenmäher, das Schnittgut verblieb an Ort und Stelle. Auf diese Pflanzenreste breiteten wir dann noch Rasenschnitt und etwas Pferdemist. Das war es dann auch schon. Nun hat Herr Regenwurm und Co drei bis vier Monate Zeit diese doch beträchtliche Menge an organischer Masse zu verarbeiten und die daraus entstehenden Nährstoffe stabil in den Boden einzubauen. Nächstes Jahr haben die darauf gesetzten Pflanzen rasch Nährstoffe zur Verfügung.

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